Beruf Tierheilpraktiker

„Wie wird man Tierheilpraktiker? Was genau macht ein Tierheilpraktiker? Was ist der Unterschied zwischen Schulmedizin und Naturheilverfahren?

Solche und ähnliche Fragen werden mir immer wieder gestellt. Mit diesem Artikel versuche ich ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Den Beruf Tierheilpraktiker  gibt es bereits seit über zwei Jahrzehnten, dennoch ist er immer noch nicht gesetzlich geschützt. Das bedeutet, dass sich jeder „Tierheilpraktiker“ nennen darf. Dass dies unverantwortlich ist, darüber brauche ich hier wohl nicht zu schreiben. Viele Fälle aus der Vergangenheit haben dies bewiesen. Bei der Auswahl eines Tierheilpraktikers für Ihr Tier sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass dieser eine fundierte Ausbildung abgeschlossen hat.

Wie wird man Tierheilpraktiker?

Für die Ausübung dieses Berufes reicht es entgegen mancher Meinung nicht aus, „...bereits Erfahrungen im Umgang mit Tieren gesammelt zu haben und eine große Tierliebe zu besitzen...“. Auch das alleinige Lesen einiger Bücher über die Gesundheit von Hund, Katze und Pferd befähigt nicht, ein Tier fachkundig zu untersuchen, eine Diagnose zu stellen und eine professionell durchgeführte Therapie im Sinne der Naturheilkunde durchführen zu können. Eine gute Ausbildung beinhaltet die Fächer Anatomie, Physiologie und Pathologie, genauso wie sämtliche Naturheilverfahren, deren Einsatz und auch ihre Grenzen. Verantwortungsbewusste Tierheilpraktiker haben aus diesem Grund eine Ausbildung an einer dementsprechenden Schule absolviert.

Was genau macht ein Tierheilpraktiker?

Der Tierheilpraktiker führt Beratungen und Untersuchungen an Tieren durch. Dazu können sowohl klinische als auch naturheilkundliche Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen.

Es wird eine Diagnose erstellt bzw. eine eventuell vorhandene Diagnose überprüft. Danach wird eine wirkungsvolle Behandlungsmethode aus den Bereichen Akupunktur, Phytotherapie, Homöopathie, Blutegeltherapie oder Eigenblutbehandlungen nach Theurer oder HOT/ Ozontherapie mittels Hämoaktivator vorgeschlagen, ein Therapieplan erstellt und dem Tierbesitzer die ungefähren Kosten die auf ihn zukommen, mitgeteilt.  Sollte eine schulmedizinische Therapie angebracht sein, wird das Tier selbstverständlich an einen Tierarzt überweisen.

Um für Ihr Tier ein Optimum an medizinischer Hilfe gewährleisten zu können,  kooperiere ich mit Tierärzten aller Fachrichtungen.

Was ist der Unterschied zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde?

Schulmedizin und Naturheilkunde sind auch in der Tierheilkunde weder als Alternative noch als Konkurrenz zu sehen, sondern sie ergänzen sich hervorragend – wie bereits seit Jahrzehnten in der Humanmedizin. Die Therapie der Schulmedizin ist oft rein symptomatisch ausgerichtet, die Naturheilkunde hingegen versucht die Ursachen einer Erkrankung, ob psychisch oder organisch herauszufinden und zu beseitigen. Voraussetzung zum erfolgreichen Einsatz von Naturheilmittel ist allerdings, dass die Selbstheilungskräfte des Organismus nicht ganz erloschen sind. Die körpereigene Abwehr und das Immunsystem müssen beim Heilungsprozess aktiv mitarbeiten können.

Einen interessanten Flyer hierzu hat auch unser Verband, der FNT, herausgegeben:

http://f-n-thp.de/images/flyer0912.pdf